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Umsetzung der Nachhaltigkeit durch BMELV
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sieht sich in seinem Zuständigkeitsbereich der nachhaltigen Entwicklung in besonderer Weise verpflichtet. Deutschland ist maßgeblich von Land- und Forstwirtschaft geprägt. Diese Bereiche sind mitverantwortlich für eine nachhaltige Nutzung auf rund 85 Prozent der Fläche Deutschlands. Es ist unbestritten, dass nachhaltiges Wirtschaften weniger Umweltverschmutzung hervorruft, die Wasserqualität schützt, Bodenfunktionalität sichert, Biodiversität und Ökosystemleistungen erhält und Treibhausgasemissionen verringert. Funktionstüchtige Agrarökosysteme sind somit zur Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung im Inland sowie zum Export unentbehrlich.
Die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien bedeutet für landwirtschaftliche Betriebe ein hohes Maß an Produktivität, Ressourceneffizienz und innovativer Kreativität. Das BMELV arbeitet insbesondere bei der Lösung folgender internationaler Problemkreise mit:
- Verbesserung der Welternährung
- Internationale Nachhaltigkeitsstandards für die Landwirtschaft
- Globale Walderhaltung
- Nachhaltige Fischerei weltweit
In diesem Zusammenhang unterstreicht das jährliche Globale Forum für Lebensmittel und Landwirtschaft (GFFA) die Verantwortung Deutschlands. Der internationale Agrarministergipfel vom 21.01.2012 hat mit 65 Delegationen grundlegende Standpunkte zur Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum formuliert.
Bei zentralen Nachhaltigkeitsthemen, in denen BMELV in der Verantwortung steht, setzt es daher besondere Akzente in den folgenden Handlungsfeldern:
- Klimawandel begegnen - Klimaschutz und Anpassung an sich änderndes Klima
- Zukunft nach dem fossilen Zeitalter - Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe
- Fruchtbares Land, Vielfalt des Lebens - Erhaltung und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
- Eigene Stärken ausbauen - Wettbewerbsfähigkeit der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft
- Perspektiven für das Land - Ländliche Entwicklung und demografischer Wandel
- Verbrauchervertrauen und Gesundheit - Sichere Lebensmittel
- Leistungsfähigkeit und Lebensqualität - Gesunde Ernährung
- Verantwortung der Verbraucher - Nachhaltiger Konsum
- Verantwortung in der Welt - Ernährung der Welt sichern
- Verantwortung im Geschäftsbereich - Nachhaltigkeit im Verwaltungshandeln
Einordnung des Bundesprogramms in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Mit der Vielzahl der in seinem Rahmen umgesetzten Maßnahmen und Projekte deckt es mehrere der genannten Handlungsfelder ab und trägt damit zur Umsetzung der Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung bei. Das BÖLN wird in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn koordiniert und umgesetzt. Zentrale Bausteine sind dabei bildungspolitische Aspekte wie Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen, Wissenstransfer sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
Hier können Sie das gesamte Dokument "
Erklärung des Konzepts für Bildung für nachhaltige Entwicklung im BÖLN (PDF-Dokument, 69 KB)" herunterladen.


