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Ökonomie - Betriebswirtschaft / Beratung
Projekt:
Ökobilanz und Wirtschaftlichkeit ökologisch wirtschaftender Milchviehbetriebe mit unterschiedlicher Fütterungsintensität und Produktionsstruktur
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE414 | 01-01-2006 bis 29-02-2008 |
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Ausführende Stelle:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Organischen Landbau, Katzenburgweg 3, 53115 Bonn Ansprechpartner: Dipl.-Math. Christine Deittert Telefon: 0228/733683 Email: christine.deittert@t-online.de
Kurzportrait:
Im Zuge des Vorgängerprojektes 02OE462 mit dem Titel "Ökobilanz und Produktionseffizienz der Milchviehhaltung unterschiedlich intensiv ökologisch wirtschaftender Betriebe" wurden Kenndaten zur Umweltwirkung und Produktion unterschiedlich ökologisch wirtschaftender Milchviehbetriebe in zwei Regionen Deutschlands (Oberschwaben/Allgäu und Nordrhein-Westfalen) erhoben. Das Folgeprojekt baut auf den bisherigen Daten auf und wird zusätzlich um betriebswirtschaftliche Datenauswertungen aus mehrjährigen Erhebungen ergänzt. Zur Erhöhung der Repräsentativität der Daten werden ostdeutsche Milchviehbetriebe in die Untersuchungen einbezogen. Für die teilnehmenden Betriebe werden Szenarien entwickelt, um Anpassungsmöglichkeiten zu veränderten Rahmenbedingungen (u.a. Produktionsstruktur, Erlös, Förderprämien) aufzuzeigen. Standortbedingungen und Produktionsintensitäten finden hierbei Berücksichtigung.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ziel des Projekts war die Analyse von Umweltwirkungen und Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Typen von ökologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben in Deutschland. Im Vordergrund standen dabei die Auswirkungen unterschiedlicher Fütterungsintensität. Es wurden sechs modellhafte Betriebstypen formuliert, um die Bandbreite der Produktionssysteme innerhalb der ökologisch wirtschaftenden Milchviehbetriebe in Deutschland abzubilden. Die Modelle basieren auf einer Praxiserhebung von 39 Betrieben über 5 Wirtschaftsjahre und wurden aus Klassen von Betrieben auf vergleichbaren Standorten und mit ähnlicher Fütterungsintensität abgeleitet. Intensive Fütterung wirkt sich in der Umweltwirkungskategorie Treibhauseffekt positiv aus, auf Ackerbaustandorten auch im Bereich Energieverbrauch. Risiken bestehen bezüglich der regionalen und lokalen Umweltwirkungskategorien. Auf Ackerbaustandorten ist intensive Fütterung in ökologisch vertretbarer Weise möglich, wenn das erhebliche Stickstoffemissionsrisiko minimiert werden kann. Auf Grünlandstandorten ist extensivere Produktion aus ökologischer Sicht vorzuziehen. Maßgeblich ist der Kraftfutterimport je Flächeneinheit, der etwa 11 dt TM/ha nicht überschreiten sollte. Intensiv fütternde Betriebe sind zugleich größer und produzieren zu geringeren Stückkosten, könnten aber durch Erhöhung des Weideanteils in der Ration sowie eine Verbesserung der Kraftfuttereffizienz ökologisches wie ökonomisches Potential aktivieren. Extensiv fütternde Betriebe haben ihre ökologischen Stärken vor allem im biotischen Bereich. In der Umweltwirkungskategorie Treibhauseffekt sind sie, insbesondere wenn energieintensive Verfahren zur Grundfuttertrocknung eingesetzt werden, jedoch kritisch zu bewerten. Die Stückkosten der Milchproduktion sind bei diesen Betriebstypen, vor allem bei kleineren, vielfältig strukturierten Betrieben auf Ackerbaustandorten, sehr hoch. Derartige Betriebe sind nur dann langfristig existenzfähig, wenn die Mehrkosten durch entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten wie z.B. Direktvermarktung oder Zuschläge für silagefreie Fütterung bestehen, oder durch Umverteilung öffentlicher Direktzahlungen kompensiert werden können. Optimierungspotential bei diesen Betriebstypen besteht in der Kontrolle der Grundfutterqualität und in der Arbeitswirtschaft.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


