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Pflanze - Pflanzenzüchtung
Projekt:
Die Sonnenblume - eine Eiweißpflanze für den ökologischen Landbau?
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 03OE599 | 01-04-2004 bis 31-12-2006 |
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Ausführende Stelle:
Universität Hohenheim, Landessaatzuchtanstalt (720), Fruwirthstrasse 21, 70599 Stuttgart Ansprechpartner: Dr. Volker Hahn Telefon: 07852/9188-17 o. 0711/4592687 Email: Vhahn@uni-hohenheim.de
Kurzportrait:
Im ökologischen Landbau ist die Versorgung mit Eiweißfuttermitteln wesentlich schwieriger als im konventionellen Landbau, obwohl der Bedarf an diesen stetig steigt. Bislang wurden oft Leguminosen zur Deckung des Proteinbedarfs angebaut. Jedoch kann ein gewisser Anteil an Leguminosen in der Fruchtfolge aus phytosanitären Gründen nicht überschritten werden. Eine alternative Möglichkeit, proteinreiche Futtermittel zu erzeugen, ist der Anbau von Ölpflanzen. Die Sonnenblume – als wichtigste ölliefernde Pflanze im ökologischen Landbau – enthält neben einem hohen Fettgehalt auch einen beachtlichen Eiweißgehalt. Der nach der Fettextraktion zurückbleibende Sonnenblumenkuchen wird deshalb auch als hochwertiges Eiweißfuttermittel eingesetzt. Im konventionellen Landbau stellt die Steigerung des Fettgehalts das wesentliche Ziel der Sonnenblumenzüchtung dar. Die Erhöhung des Fettgehalts senkt im allgemeinen jedoch den Proteinanteil. Für den ökologischen Landbau ist es aber wichtig, Sonnenblumen anbauen zu können, die neben einem hohen Fettgehalt auch einen hohen Proteingehalt aufweisen. Bevor die Pflanzenzüchtung beginnen kann, beide Zuchtziele gleichrangig zu bearbeiten, müssen noch grundlegende Fragen beantwortet werden. So ist bislang nicht geklärt, wie sich die vergleichsweise geringe Stickstoffversorgung im ökologischen Landbau auf den Protein- und Fettgehalt der Kultur auswirkt. Ziel des Projektes ist es somit, die Kenntnisse über die Zusammenhän-ge zwischen Protein- und Fettgehalt von Sonnenblumen, die auf anerkannt ökologischen Flächen an-gebaut werden, zu erweitern.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die Sonnenblume ist die wichtigste ölliefernde Pflanze im Öko-Landbau. Da ihre Samen neben einem hohen Fettgehalt auch einen beachtlichen Anteil an Eiweiß enthalten, sollten in diesem Projekt grundlegende Fragen beantwortet werden, damit die praktische Pflanzenzüchtung Strategien entwickeln kann, um Sonnenblumen mit einem erhöhten Proteinertrag züchten zu können. Aus 235 untersuchten Sonnenblumenlinien wurden 23 Linien mit unterschiedlichen Proteingehalten gewählt, die als Kreuzungseltern von 105 Testhybriden dienten. Die Testhybriden und die Elternlinien wurden in 2 Jahren an insgesamt 5 Umwelten in Leistungsprüfungen auf anerkannt ökologischen Flächen auf ihre Ertrags- und Qualitätsmerkmale geprüft. Zur Ermittlung des Proteingehaltes wurde die Nah-Infrarot Spektroskopie (NIRS) verwendet. Am ertragsstärksten Standort wurden im Mittel fast 25 dt Sonnenblumensamen geerntet. Dies entspricht dem Ertragsniveau der konventionellen Landwirtschaft. Der Fettertrag lag bei diesem Standort bei ca 13 dt/ha, der Proteinertrag bei 4 dt/ha. Zusammengefasst zeigten die Ergebnisse, dass eine züchterisch nutzbare Variation für das Merkmal Proteingehalt von Sonnenblumensamen vorhanden ist. Die hohe Umweltabhängigkeit des Merkmals und seine relativ geringe additive Varianz erschweren allerdings die Züchtung von Sorten mit einem hohen Proteingehalt. Hinzu kommt die negative Beziehung zwischen Protein- und Fettgehalt. Für den ökologischen Landbau ist jedoch weniger ein hoher Proteingehalt interessant, sondern ein möglichst hoher Proteinertrag je Hektar. Unsere Untersuchungen zeigen, dass es sinnvoll ist, bei Sonnenblumen auf einen hohen Samenertrag zu züchten. Durch die enge Korrelation des Samenertrags mit dem Proteinertrag wird dadurch auch der Proteinertrag gesteigert. Allerdings sollten von der Sonnenblumenzüchtung für den Ökologischen Landbau keine Typen angestrebt werden, die deutlich mehr als 50 % Fett im Samen aufweisen, da dies den Proteinertrag senken würde.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


