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Pflanze - Pflanzenzüchtung
Projekt:
Fortführung der Sortenevaluierung auf Flug- und Hartbrandanfälligkeit der Wintergerste sowie Prüfung flug- und hartbrandresistenter Sorten auf Anbaueignung bei ökologischer Bewirtschaftung
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE657 | 01-04-2004 bis 31-12-2006 |
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Ausführende Stelle:
Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V., Zweigstelle Dotterfelder Hof, Holzhausenweg 7, 61118 Bad Vilbel Ansprechpartner: Dr. habil Hartmut Spieß Telefon: 06101/6385 Email: spiess@ibdf.de
Kurzportrait:
Das Forschungsvorhaben hat das Ziel, die begonnenen Untersuchungen zur Flug- und Hartbrandresistenz der Wintergerste auf noch nicht untersuchte wie auch neu zugelassene Sorten auszudehnen bzw. die Ergebnisse zu bestätigen. Die bisher in eigenen Voruntersuchungen und im BLE-Projekt 02OE129 gefundenen rund 15 flugbrandresistenten und toleranten Wintergersten sollen auf deren rassenspezifische Resistenz unter Verwendung von ca. 13 Flugbrandrassen geprüft werden. Gleichzeitig soll die Eignung dieser Sorten für einen ökologischen Anbau im Feldversuch anhand ausgewählter Kriterien wie Unkrautkonkurrenz, Bedeckung, Frohwüchsigkeit, N-Ertrag und Aminosäurenzusam-mensetzung im Vergleich mit den Standardsorten des BSA geprüft werden. Die beiden vorgesehenen Standorte sind der langjährig biologisch-dynamisch bewirtschaftete Dottenfelderhof und das ökologisch bewirtschaftete Versuchsgut "Domäne Frankenhausen" der Universität/GH Kassel-Witzenhausen. Letzteres ist in die Versuchsreihe der "Versuchsansteller im Ökologischen Landbau" einbezogen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Bei mehrjähriger Vermehrung von Wintergerste nach ökologischen Richtlinien muss beim Anbau von anfälligen Sorten mit einem Auftreten von zunehmendem Brandbefall gerechnet werden. Einen Ausweg böte der Anbau von resistenten oder teilresistenten Sorten. Eine verlässliche Testung der Resistenzen gegen Brandkrankheiten benötigt mindestens zwei Prüfzyklen, weshalb bei der Vielzahl neu zugelassener und wegfallender Sorten Kenntnislücken nicht zu vermeiden sind. Beim Flugbrand zeigten sich die künstlich inokulierte Flugbrand-Prüfrasse und drei weitere Flugbrandherkünfte unterschiedlich virulent. Von 223 Handelssorten und 74 Genbankmustern waren sieben Handelssorten und zwölf Genbankmuster gegenüber der Prüfrasse genetisch resistent. Nur die aktuell zugelassene CARRERO und ASTRID (Österreich) zeigten sich gegenüber der Prüfrasse mehrjährig resistent und einjährig getestet gegen alle Flugbrandherkünfte. Einjährig befallsfrei gegenüber der Prüfrasse blieb LAURENA (Österreich). Morphologisch resistent (geschlossene Blütchen zur Zeit der natürlichen Flugbrandinfektion) waren unter den zugelassenen Sorten eine nach zweijähriger Testung, fünf nach einjähriger Prüfung. 111 Handelssorten wurden auf Hartbrandresistenz geprüft. Ohne Befall blieben aktuell zugelassen und zweijährig geprüft ALISSA, einjährig CAMPANILE, MAXIMILIANE, MERCEDES, SPECTRUM und VERTICALE. Einen nur geringen Hartbrandbefall wiesen 25 zugelassene Sorten auf. Da Hartbrand dem Saatgut von außen anhaftet, böte sich die Perspektive der Saatgutbehandlung mit einem an ökologische Richtlinien angepassten Saatgutbehandlungsmittel oder Warm- bzw. Heißwasserbehandlung. In Anbauversuchen unter ökologischer Bewirtschaftung waren nach guter Flugbrandresistenz ausgewählte Sorten bei kombinierter Bewertung der Erträge und Proteingehalte den Verrechnungssorten des Bundessortenamtes nicht grundsätzlich unterlegen. Auf besseren Standorten ließen sich dem konventionellen Anbau vergleichbare Proteingehalte erreichen. Unter Berücksichtigung guter Flugbrandresistenz zeigten CARRERO, LAURENA und die Verrechnungssorte LOMERIT, gemessen am Mittel über alle Sorten, überdurchschnittliche Wertung. Hinsichtlich der Konkurrenzkraft gegenüber Beikräutern durch Beschattung waren LAURENA und die allerdings flugbrandanfällige Verrechnungssorte MERLOT aufgrund der größeren Blattflächen und Halmlängen überlegen. Die Kombination der Resistenz gegen beide Brände, gutem Korn- und Proteinertrag bei guter Futterqualität und Beikrautkonkurrenz war von keiner Sorte verwirklicht. Bei geringer Hartbrandanfälligkeit waren LAURENA und CARRERO die besten Sorten. Letztere zeigte geringere Konkurrenzkraft gegenüber Beikräutern, was vermutlich nur auf schlechteren Standorten Bedeutung erlangt.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


