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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Kupferminimierungs- und Vermeidungsstrategien für den ökologischen Kartoffelanbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 09OE114 | 01-07-2011 bis 31-01-2015 |
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Ausführende Stelle:
Technische Universität München, Lehrstuhl für Ökologischen Landbau, Alte Akademie 16, 85350 Freising-Weihenstephan Ansprechpartner: Max Kainz Telefon: 08161/713034 Email: kainz@wzw.tum.de
Kurzportrait:
Die Kraut- und Knollenfäule, verursacht durch den Erreger Phytophthora infestans, ist im ökologischen Landbau nach wie vor ein ungelöstes Problem. Trotz verschiedener Bemühungen stellt insbesondere der Einsatz von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln aktuell die einzige Möglichkeit zur Regulierung des Befalls dar. Um einen effizienten Einsatz dieses Wirkstoffes zu ermöglichen, wurde als ein für den Ökolandbau neuer Baustein der Prognoseansatz aufgegriffen und im Rahmen der Verbundprojekte 03OE553 und 06OE326 an die Bedingungen des ökologischen Landbaus angepasst. Derzeit steht das aus diesen Projekten entstandene Prognosemodell ÖKO-SIMPHYT der Praxis zur Verfügung. Trotz intensiver Bemühungen zeigte sich beim Einsatz dieses Prognoseansatzes die unzureichende Vorhersage des Infektionsbeginns und damit die schlechte Terminierung wirksamer Gegenmaßnahmen als Schwachpunkt. Bei der Untersuchung der Gründe wurde die Bedeutung der Primärinfektion deutlich. Latent infiziertes Pflanzgut scheint hier ein Haupteinflussfaktor zu sein. Neben der Problematik, dass der Erreger mit der Pflanze mitwächst und bereits vor Reihenschluss zu einem Befall führen kann, ist eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Knollen im Damm möglich. Erste Ansätze einer Saatgutbeizung mit kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln zeigten hier bei vergleichsweise geringer Kupferaufwandmenge einen deutlichen Erfolg. Dadurch konnte der Spritzstart nach hinten verschoben, der Pflanze ein Entwicklungsvorsprung verschafft werden, die Tochterknolleninfektionen verringert und dadurch die Qualität und Lagerfähigkeit der Knollen (inkl. Pflanzgut) verbessert werden. Im Rahmen des vorliegenden Verbundprojektes soll unter anderem dieser Ansatz weiterverfolgt werden. Konkret sind folgende Arbeitsschwerpunkte geplant: 1. Reduktion des Primärbefalls: Im Rahmen des Projektes sollen verschiedene Bausteine zur Reduzierung des Primärbefalls entwickelt und zur Praxisanwendungsreife geführt werden. Neben der Pflanzgutbeizung soll das Potential unterschiedlicher Vor- und Zwischenfrüchte, kombiniert mit unterschiedlichen Bodenbearbeitungsstrategien erprobt werden. Neben P. infestans stehen hier auch andere Schaderreger im Fokus (z.B. Rhizoctonia solani, Drahtwurm). 2. Potential von Kupferersatzstoffen und neuen Kupferformulierungen: Im Rahmen dieses Untersuchungsteils sollen verschiedene Substanzen und neue Kupferformulierungen auf ihr Kupfereinsparpotential hin überprüft werden. Dieses Projekt ist Teil des Verbundprojekts 09OE045 und 09OE114.
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


