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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Resistenter Ölrettich zur Regulierung von Wurzelgallennematoden im ökologischen Landbau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE107 01-06-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, 48161 Münster Ansprechpartner: Dr. Johannes Hallmann Telefon: 0251/8710625 Email: johannes.hallmann@jki.bund.de

Kooperationspartner:

ÖKORING - Versuchs- & Beratungsring für Ökologischen Landbau Niedersachsen e.V., Walsrode Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Kurzportrait:

Bei den von pflanzenparasitären Nematoden im ökologischen Landbau hervorgerufenen Schäden handelt es sich um ein neuartiges Problem, das im Ökologischen Landbau ein immer weiter zuneh-mendes Schadenspotential darstellt (weite Fruchtfolge, hoher Anteil an Wirtspflanzen in der Frucht-folge (Leguminosen, Gemüse, Hackfrüchte), geringer Anteil an Nicht-Wirtspflanzen in der Fruchtfol-ge (Getreide, Mais), unbefriedigende Unkrautkontrolle). Zur Zeit ist eine effektive Regulierung dieser Nematoden im Ökologischen Landbau nicht möglich. Im Rahmen des Vorgängerprojekts konnte fest-gestellt werden, dass die Ölrettichsorte „Siletina“ als Fangpflanze und die Ölrettichsorte „Commodo-re“ unter Praxisbedingungen zu einer deutlich geringeren Vermehrung von Meloidogyne hapla führ-ten. Ziel dieses Folgevorhabens ist es, die nachhaltige Wirkung von Ölrettich auf die Abundanzdyna-mik von pflanzenparasitären Nematoden bei Anbau von Wirtspflanzen zu ermitteln. Auf denselben ökologisch bewirtschafteten Flächen, wie im Vorgängerprojekt angelegt, sollen die anfälligen Wirts-pflanzen Kartoffel und Möhre angebaut werden, um die nachhaltige Wirkung der vorherigen Ver-suchsvarianten auf die Abundanzdynamik pflanzenparasitärer Nematoden sowie das Ertragspotential der Folgekultur zu ermitteln.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die Wurzelgallennematode Meloidogyne hapla ist einer der bedeutenden Schaderreger im ökologi-schen Anbau von Feldgemüse und Kartoffeln. Faktoren wie weite Fruchtfolge, hoher Anteil an Leguminosen, Gemüse und Hackfrüchte (Wirtspflanzen) bei gleichzeitig geringem Anteil an Getreide (keine Wirtspflanzen) in der Fruchtfolge, kurze Brachezeiten sowie oftmals unzureichende Unkraut-regulierung bedeuten ein fast kontinuierliches Vorhandensein an Wirtspflanzen für bestimmte pflan-zenparasitäre Nematoden, insbesondere für M. hapla. Mit Ausnahme der im ökologischen Landbau unerwünschten Schwarzbrache sind derzeit keine Verfahren zur gezielten Bekämpfung von M. hapla im ökologischen Landbau praktisch anwendbar. Zur Information der Landwirte und Anbauberater über diesen Schaderreger wurde zu Beginn des Forschungsvorhabens ein Faltblatt über M. hapla erstellt und verteilt. In dem Forschungsvorhaben wurde dann untersucht, inwieweit durch Anbau gering anfälliger Zwischenfrüchte eine Befallsreduzierung von M. hapla erzielt werden kann. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf Ölrettich, da bekannt war, dass Einzelpflanzen einiger Sorten hoch resistent gegenüber diesem Schaderreger sind. Die in der beschreibenden Sortenliste 2002 aufgeführten Ölrettichsorten wurden hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für M. hapla charakterisiert. Die geringste Anfälligkeit gegenüber M. hapla zeigte die Sorte 'Commodore' mit einem Pf/Pi = 0,14. Die befallsreduzierende Wirkung dieser Sorte bezüglich M. hapla konnte in Kleinparzellenversuchen bestätigt werden. Bei hohem Ausgangsbesatz wurde die Besatzdichte von M. hapla um 96 % reduziert. Durch Einarbeitung des Pflanzenaufwuchses konnte die befallsreduzierende Wirkung von Ölrettich sogar noch gesteigert werden. Feldversuche auf zwei ökologisch wirtschaftenden Betrieben in Niedersachsen im Jahr 2003 bestätigten die geringe Anfälligkeit von Ölrettich 'Commodore' gegenüber M. hapla. In dem Forschungsvorhaben wurden wichtige Ansätze und Möglichkeiten zur Abwehr von Wurzelgallennematoden im ökologischen Landbau erarbeitet. Fachliche Informationen für Landwirte sowie eine intensive Förderung der Resistenzforschung stehen dabei an erster Stelle.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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