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Tier - Aquakultur
Projekt:
Ökologische Fischproduktion: Struktur, Entwicklung, Probleme, politischer Handlungsbedarf
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 02OE314 | 15-07-2002 bis 30-11-2003 |
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Ausführende Stelle:
Naturland e.V., Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing Ansprechpartner: Dipl. - Ing. Gerald Hermann Telefon: 089/8980820 Email: naturland@naturland.de
Kooperationspartner:
Öko-Institut e.V, Verwaltung
Kurzportrait:
Die Status Quo-Analyse basiert auf einer Recherche der aktuellen, themenbezogenen, national und international verfügbaren Literatur. In die Status Quo-Analyse und alle darauf aufbauenden Projektarbeiten werden die Teilbereiche ökologische Binnenfischproduktion, ökologische marine Fischproduktion und ökologische Muschel- und Garnelenproduktion einbezogen. Die Recherche umfasst in diesem Zusammenhang auch die Evaluierung abgeschlossener und laufender Projekte, die sich im Forschungs- und Praxismaßstab mit nachhaltiger Fischerzeugung beschäftig(t)en. Das ausgewertete Datenmaterial dient der Erfassung der Struktur und Entwicklung der Aquakultur; ergänzt werden diese Informationen durch den Austausch mit den betroffenen Akteuren (z.B. Zertifizierungsorganisationen, Produzenten, Verbände etc.). Über die Analyse der Erfolgsfaktoren und der Schwachstellen werden der Handlungsbedarf und Lösungsansätze formuliert. Dazu gehört die Erarbeitung von verbandsübergreifenden Vorschlägen für europäische Zertifizierungs- bzw. Produktionsrichtlinien zur ökologischen Aquakultur.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Deutschland belegt weltweit den ersten Platz beim Umsatz mit Produkten aus der Ökologischen Aquakultur, gefolgt von GB und CH. Anders dagegen die heimische ÖA-Erzeugung, die nur ca. 3% zu weltweit 9.000 t (v.a. Öko-Lachs und -Shrimps) beiträgt. Die ÖA hat sich also in den letzten zehn Jahren zu einer interessanten Größe in der internationalen Fischwirtschaft entwickelt, aber deutsche Aquakulturbetriebe nehmen die Option der Öko-Zertifizierung bisher kaum wahr. Umfragen (76 Firmen bzw. Personen) ergaben, dass kleinere bzw. extensive Teichwirtschaften in der ÖA zwar ein Potential sehen, aber Hindernisse bei der Etablierung von geeigneten Vermarktungswegen bestehen: Vor allem die kleinen Mengen, das unregelmäßige Angebot und hohe Erzeugerpreise schrecken den Handel ab. Weitere kritische Aspekte betreffen v.a. die Qualität der Öko-Futtermittel für Salmoniden sowie den hohen Aufwand für die Öko-Zertifizierung als solche (Kontrollkosten, Dokumentation). Verglichen wurde dieses Problemszenario mit Fällen, bei denen sich für ÖA-Produkte günstigere Produktions- und Vermarktungsbedingungen ergeben: Öko-Lachs und -Shrimps kommen von großen Betrieben (meist >100 t/a). Die Unternehmen sind vertikal integriert (Produktion, Verarbeitung, Export, z.T. Futtermittel). Der Umstellung auf ÖA gehen Marktstudien voraus, der Markteinführung entsprechende Maßnahmen (z.B. Messeauftritte). Kosten müssen nicht „sofort“ über das „Öko-Premium“ kompensiert werden, sondern es wird langfristig kalkuliert. Der Umfang der Produktion fördert bei Zulieferern und Kunden stabile Geschäftsbeziehungen („Joined Marketing Venture“). In der Schweiz sind die großen Supermarktketten die wichtigsten Verteiler von ÖA-Produkten. Für die Öko-Forellenbetriebe der Schweiz eröffnet sich so ein stabiler Marktzugang. Ähnlich wichtig ist die Rolle der Supermärkte in GB, SE und FR. Länder, für die Aquakultur ein Standbein des Außenhandels ist, sehen ÖA als förderungswürdige Initiative („Diversifizierung“), und öffentliche Institutionen engagieren sich entsprechend (z.B. durch Bereitstellung von R&D-Kapazität). Die Ergebnisse aus dem Vergleich national/international flossen in Handlungsempfehlungen für die Betriebe, den Handel, öffentliche Stellen sowie Organisationen des Ökolandbaus ein.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


