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Tier - Tierzucht
Projekt:
Themenbezogenes Netzwerk: Rinder-, Schweine- und Hühnerzucht im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 02OE639 | 01-12-2002 bis 31-12-2003 |
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Ausführende Stelle:
Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der Gemeinnützigen Treuhandstelle e.V., Oskar-Hoffmann-Strasse 25, 44789 Bochum Ansprechpartner: Katharina Reuter Telefon: 030-20936550 Email: katharina.reuter@rz.hu-berlin.de
Kooperationspartner:
Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL)
Kurzportrait:
Ziel ist die Vernetzung der Akteure in der Öko-Tierzucht zur Erarbeitung von wissenschaftlichen, finanziellen, organisatorischen, rechtlichen Unterstützungsmöglichkeiten für Praxisprojekte und zur Gewinnung von Zuchtverbänden und Zuchtunternehmen für Öko-Züchtung. Der Arbeitsplan beinhaltet zunächst eine Schwachstellenanalyse durch Expertenbefragung, eine Dokumentation der bestehenden Züchtungsprojekte, je zwei Workshops für Rinder-, Schweine- und Hühnerzucht sowie einen tierartübergreifenden Abschlussworkshop.Im Zuge des ersten Projektes 02OE639 wurde deutlich, dass die Situation der ökologischen Tierzucht für Rinder, Schweine und Hühner unterschiedlich ist. Der Handlungsbedarf für die einzelnen Nutztierarten wurde eingehend beschrieben. Es wurde festgestellt, dass eine eigenständige Tierzucht für den ökologischen Landbau - losgelöst von den etablierten Zuchtverbänden - nicht sinnvoll ist. Innerhalb der weiteren Netzwerkarbeit wird daher nicht der Aufbau einer eigenständigen Tierzuchtorganisation für den ökologischen Landbau betrieben, sondern ein flexibles und vielfältiges Netzwerk etabliert, deren Akteure in unterschiedlichen Organisationen (u.a. Zuchtverbände, GEH) aktiv sind. Die begonnene Arbeit in den Bereichen Rinder, Schweine- und Hühnerzucht wird fortgesetzt. Zusätzlich werden die Nutztierarten Puten, Gänse, Enten sowie die Nutzungsrichtung Hähnchenmast einbezogen. Die Schwerpunkte werden bei der Milchvieh-, Schweine- und Legehennenzucht liegen. Insgesamt werden 20 Arbeitsgruppentreffen (Rinderzucht, Schweinezucht, Geflügelzucht) sowie eine tierartübergreifende Abschlusstagung durchgeführt. Die Ergebnisse werden aufbereitet und finden Verbreitung über das Internet und Fachzeitschriften. Zwecks Projektkoordination wird das Vorhaben von einem Projektbeirat fachlich begleitet.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Das Netzwerk arbeitete in Form von tierartbezogenen Arbeitsgruppen, die ihre Ergebnisse in Workshops diskutieren. Koordiniert wurden die Fachgruppen von ausgewiesenen Experten; die administrative Koordination übernahm die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Es wurden 7 Workshops mit insgesamt 100 Teilnehmern organisiert. Das Netzwerk tauschte Praxiserfahrungen und Forschungsergebnisse zur Tierzucht aus, definierte Zuchtziele und erarbeitete den Handlungsbedarf in der Rinder-, Schweine- und Hühnerzucht für den Ökologischen Landbau. Bisher werden im Biolandbau bei allen Tierarten weitgehend die gleichen Rassen und Linien und damit die gleiche Genetik gehalten wie in der konventionellen Landwirtschaft. Aus ethischen Gründen und wegen der abweichenden Haltungs- und Fütterungsbedingungen ist langfristig eine Tierzucht für die ökologische Landwirtschaft erforderlich. Da mit extensiven Formen der konventionellen Tierhaltung (Legehennen-Freilandhaltung, Grundfutterbetonte Fütterung von Milchvieh in Grünlandgebieten, Schweinmast auf Stroh) Übereinstimmung bei wesentlichen Zuchtzielen erreicht werden kann, sind entsprechende Kooperationen erforderlich. Viel versprechende Arbeitsansätze für Praxis und Wissenschaft wurden identifiziert: - In der Rinderzucht: Zucht auf Lebensleistung, Weiterentwicklung und Ausdehnung des ÖZW, Förderung der einzelbetrieblichen Handlungsebene in der Züchtung. - In der Hühnerzucht Kooperation mit Zuchtunternehmen zur Anpassung bestimmter Hybridlinien an die Anforderungen des ökologischen Landbaus, Leistungsprüfung für verschiedene Hybrid-Herkünfte, Screening von Rassegeflügel in Feld- und Stationsprüfungen unter Öko-Bedingungen, Entwicklung von Zuchtprogrammen für bäuerliche Rassezucht. - In der Schweinezucht Prüfung verschiedener Genotypen unter richtlinienkonformen Bedingungen und exemplarische Kooperationen mit regionalen Züchtervereinigungen zur partiellen Anpassung ihrer Zuchtarbeit an die Anforderungen der ökologischen und artgerechten Schweinehaltung. - Schließlich ist die Bewertung von Züchtungstechniken wie Künstliche Besamung, Embryotransfer, in-vitro-Fertilisation und Marker gestützte Selektion, die in den Richtlinien für Ökologischen Landbau kritisch beurteilt oder ausgeschlossen sind, anhand transparenter Kriterien erforderlich.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


