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Tier - Tierhaltung
Projekt:
Eignung belastungsfester Pflanzenarten für die Etablierung von Grasnarben für die Geflügel-Außenhaltung
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 06OE202 | 01-07-2008 bis 31-12-2010 |
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Ausführende Stelle:
Georg-August-Universität Göttingen, Forschungs- und Studienzentrum für Landwirtschaft und Umwelt, Grisebachstr. 6, 37077 Göttingen Ansprechpartner: Prof. Dr. Johannes Isselstein Telefon: 0551/3922253 Email: jissels@gwdg.de
Kurzportrait:
In der ökologischen Geflügelhaltung sind Freilandausläufe verpflichtend. Die Vegetationsdecke im Auslauf ist jedoch durch das Scharren und Picken der Hühner einer große Belastung ausgesetzt. Somit besteht die Gefahr, vor allen in stark frequentierten stallnahem Bereich, dass einzelne Areale verkahlen und ihre Pufferfunktion hinsichtlich Erosion und Nährstoffaustrag verlieren. Daher sind pflanzenbauliche Strategien zu entwickelt, die dazu beitragen die Funktionsfähigkeit des Auslaufs zu verbessern, indem bisher züchterisch nicht bearbeitete Pflanzenarten hinsichtlich ihrer Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit untersucht werden. Die Untersuchung der Pflanzenarten erfolgt in einer zweifaktoriellen Blockanlage mit den Faktoren „Pflanzenart“ und „Besatzleistung“ unter kontrollierten Bedingungen im Feld. Es sind insgesamt 14 verschiedene Pflanzenarten (Gewöhnliche Schafgarbe, Flechtstraußgras, Rasenschmiele, Gewöhnliche Quecke, Rohrschwingel, Rotschwingel, Haarblättriger Schwingel, Deutsches Weidelgras, Breitwegerisch, Wiesenrispe, Lägerrispe, Kriechender Hahnenfuß, Gewöhnlicher Löwenzahn, Weißklee) als Reinbestände und als Mischung gegen eine Kontrolle (Deutsches Weidelgras) zu testen. Die Auswahl belastungsfähiger Rasenarten hat im Hinblick auf die Narbeneigenschaften und die Reaktion gegenüber einem kontrollierten Weidegang durch Legehennen zu erfolgen. Die Besatzleistung wird in vier Stufen variiert: 1. keine Beweidung, 2. mäßige Störung durch Beweidung (bis 25 % zerstörte Grasnarbe), 3. starke Störung (bis 50 % zerstörte Grasnarbe) und 4. sehr starke Störung (bis 75 % zerstörte Grasnarbe). Die Belastung der Grasnarbe der zu prüfenden Arten ist durch die Zerstörung der Grasnarbe der Kontrolle zu definiert. Vergleichend soll die Grasnarbenqualität, die Narbenlückigkeit, die Triebdichte sowie die oberirdische Biomasse beurteilt und die Regeneration der Grasnarbe durch die wiederholte Erfassung von Lückigkeit und Triebdichte abgeleitet werden. Des Weiteren wird das Verhalten der Tiere bei Weidegang erforscht, um einen möglichen Einfluss der Grasnarbenstruktur auf das Verhalten der Tiere zu untersuchen. Die Legehennen aus ökologischer Aufzucht sind nach den Richtlinien der EG-Ökoverordnung zu halten und zu füttern. Für jeweils vier Stunden am Tag werden vier Tiere pro Quadratmeter in mobile Kleinvolieren (2 m²) auf die Grünfläche gelassen, um so die Belastung der Gransnarbe standardisieren zu können. Das Verhalten der Tiere wird mittels Scan-Sampling Verfahren untersucht, wobei das Verhalten der Tiere bei der Futteraufnahme in Abhängigkeit der Grasnarbenqualität im Mittelpunkt steht. Außerhalb des täglichen Untersuchungszeitraums von vier Stunden, sind die Tiere entsprechend den Richtlinien des ökolgischen Landbaus zu halten. Ziel des Projekts ist es, mittels kontrollierter Feldversuche das Potential pflanzenbaulicher Strategien für die Gestaltung von Ausläufen aufzuzeigen um konkrete Praxisempfehlungen ableiten zu können.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ziel des Projektes war es, ein qualitätsorientiertes Fair-Preis-Konzept für eine faire Partnerschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette für heimische Bio-Rohstoffe und verarbeitete Lebensmittel zu entwickeln. Das Prüfkonzept des verbandsübergreifenden BioFairVereins bildete eine wesentliche Grundlage für das Forschungsprojekt. Die Fairness-Kriterien und Kontrollansätze wurden weiterentwickelt. Da sich die hinter den Fairness-Kriterien stehenden Werte nicht immer in überprüfbare Handlungsnormen umsetzen lassen, wurden Ansätze für eine Absicherung der prozeduralen Fairness aufgezeigt. Zudem sind Vorschläge entwickelt worden, wie Handel und Erzeuger mit in ein Bio&fair-Konzept eingebunden werden können und Möglichkeiten für den Einbezug europäischer Rohstoffe die in Deutschland nicht wachsen, aufgezeigt. In 10 Testmärkten wurden bio&faire Lebensmittel verkauft. Dabei hat sich gezeigt, dass Verbraucher dem Fairnessgedanken positiv gegenüberstehen, dies aber nicht automatisch auf heimische bio&faire Lebensmittel übertragen. Es ist eine über einen längeren Zeitraum laufende Aufklärungsarbeit erforderlich, die berücksichtigt, dass Kunden mit Informationen überflutet sind. Für die Fragestellung, wie Fairness entlang der ganzen Wertschöpfungskette umgesetzt werden kann, war eine problem- und akteursbezogene Bearbeitung unumgänglich. Wesentliche Teile des Projektes sind in enger Zusammenarbeit mit den Praxispartnern erarbeitet worden. Über den BioFairVerein war bereits eine Grundstruktur für ein Netzwerk gegeben und musste nicht erst aufgebaut werden. So konnten umsetzungsfähige Konzepte entwickelt werden, die von der Praxisinitiative auch nach Projektende umgesetzt werden. In einer Broschüre Zukunft braucht Werte: Bio&Fair. Leitfaden für Erzeuger, Verarbeiter und Handel sind die wesentlichen Ergebnisse noch einmal anschaulich in Kurzform aufbereitet.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


