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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Abwehr von Wühlmausschäden im ökologischen Obstbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 02OE108 | 15-08-2002 bis 29-02-2004 |
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Ausführende Stelle:
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, 48161 Münster Ansprechpartner: Dr. Hans-Joachim Pelz Telefon: 0251/87106-40 Email: j.pelz@bba.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist es, neue Ansätze zur Abwehr von Wühlmäusen im ökologischen Landbau zu liefern. Das Vorhaben soll der Erprobung und Weiterentwicklung von Migrationsbarrieren in Kombination mit Fallenfang dienen. Die Feldversuche werden mit je zwei Versuchsparzellen sowie je einer Kontrollparzelle an zwei Standorten eingerichtet. Ergänzende Gehegeversuche werden am Standort Münster durchgeführt. Eine Erhebung im Obstbau soll Zusammenhänge zwischen Obstanlagenstruktur, Bewirtschaftungsmaßnahmen und dem Auftreten von Wühlmausschäden aufzeigen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Wühlmausschäden gehören zu den am schwierigsten lösbaren Pflanzenschutzproblemen im ökologischen Obstbau. Nach einer Umfrage waren im Jahr 2002 79 % der deutschen Apfelanbaubetriebe von solchen Schäden betroffen. Auf 80 % der Flächen war die Schermaus (A. terrestris) der Hauptschadensverursacher. 61 % der Obstbauern sahen einen hohen Bedarf an der Entwicklung neuer Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen. Um die Einwanderung von Wühlmäusen in Obstbauflächen zu verhindern, wurde ein mechanisches Barrieresystem entwickelt und an je einem Standort in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz getestet. An jedem Standort wurden zwei ca. 0,7 ha große Parzellen mit Barrieren aus Drahtgitter (Maschenweite 10 mm) bzw. Polyolefin-Folie umgeben. Zwei ungeschützte Kontrollparzellen dienten zum Vergleich. Die Barrieren waren 20 cm tief im Boden verankert und ragten 30 cm darüber hinaus. Die Parzellen konnten über selbstaufrichtende Tore befahren werden. 4 Arbeitskräfte benötigten für die Errichtung einer Barriere auf einem Hektar Obstanlage etwa einen Tag. Das Drahtgitter war kostengünstiger als die Folie und zudem durchlässig für Wasser, Wind und nützliche Kleinorganismen. Nach der Barriereinstallation wurden Versuchs- und Kontrollparzellen leergefangen. Entlang der Barriereaußenseiten standen Fallenkästen, um zuwandernde Wühlmäuse abzufangen. Auf diese Weise wurden an beiden Standorten zwischen Oktober 2002 und November 2003 insgesamt 33 Schermäuse und 1263 Feldmäuse (M. arvalis) abgefangen. In den ungeschützten Kontrollparzellen siedelten sich 6 bzw. 5 Schermäuse an. Eine Schermaus wanderte über einen frisch angelegten Maulwurfsgang in eine der Barriereparzellen ein. In die anderen Barriereparzellen drangen keine Tiere vor. Parallel zu den Freilanduntersuchungen wurden Versuche in zwei Gehegen in Münster durchgeführt. Die durch Barrieren geschützten Flächen blieben über den gesamten Versuchszeitraum hinweg wühlmausfrei. Die Ergebnisse zeigen eine gute Wirksamkeit des Barrieresystems.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.


