Suche schließen

Aktuelles

Expedition Biofleisch: Bloggergemeinde trifft Biohof

Wie halten Biobetriebe ihre Nutztiere? Worauf beruht die besondere Bioqualität? Auf diese und viele weitere Fragen erhielten 14 Bloggerinnen und Blogger Ende November 2019 ausführliche Antworten auf der "Expedition Biofleisch".

Zur Expedition hatte das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) die Bloggergemeinde auf den Biolandbetrieb Frohnenbruch im niederrheinischen Kamp-Lintfort eingeladen.

Für die vielen Fragen zur Aufzucht, Fütterung und Haltung im Ökolandbau, aber auch zur Verarbeitung der Tiere, bietet der Hof Frohnenbruch beste Voraussetzungen. Denn neben einer Mutterkuhherde hält das Betriebsleiterpaar Bärbel und Klaus Bird auch Masthähne, Bruderhähne und Schweine.

Bärbel Bird und Tochter Eva sind Fleischermeisterinnen und kümmern sich um die Verarbeitung und Vermarktung der erzeugten Fleischprodukte im hofeigenen Bioladen. Klaus Bird ist verantwortlich für den landwirtschaftlichen Teil des Hofes. Unterstützt wird er dabei von Sohn Paul, der neben seiner Ausbildung die Schweine auf dem Hof betreut.

Der Biolandhof Frohnenbruch ist einer von 242 Demonstrationsbetrieben Ökolandbau. Deshalb hat das Familienteam viel Erfahrung damit, seine Arbeit für Verbraucherinnen und Verbraucher transparent darzustellen und zu zeigen, worauf man bei der Erzeugung und Verarbeitung ökologischer Lebensmittel besonders Wert legt. Bereits seit 2012 nutzt die Familie dafür auch regelmäßig verschiedene Social-Media-Kanäle.

So erfuhren die interessierten Foodbloggerinnen und -blogger beim Hofrundgang unter anderem, warum die Rinder den Winter im Offenstall verbringen, was es mit Bruderhähnen auf sich hat und warum sich Masthähne und Legehennen in Hühnermobilen besonders wohlfühlen. Auch Fragen zur Fütterung und Lebensdauer der Tiere wurden beantwortet, genauso wie zu den angewandten Schlachtverfahren für die einzelnen Arten.

Gemeinsames Kochen mit Biospitzenkoch

In der hofeigenen Küche war die Bloggergemeinde gefordert, selbst mit anzupacken. Angeleitet wurden sie von BIOSpitzenkoch Rainer Hensen, früherer Sternekoch und heute Leiter einer Genusskochschule. Er legt besonders großen Wert auf die Herkunft seiner Zutaten, insbesondere bei Fleisch. Zudem setzt er sich für eine möglichst vollständige Verwertung aller Teile vom Tier ein.

Deshalb war es auch kein Zufall, dass die Beteiligten neben Biogemüse auch Zunge, Schulter und Hüfte vom Biorind zuschneiden durften. Die schweißtreibende Arbeit in der Küche wurde am Ende der Veranstaltung mit einem vorweihnachtlichen Expeditions-Menü belohnt. Schulterscherzel und zarte Rinderzunge mit Gemüsevinaigrette und ein knuspriger Schweinebauch mit Pflaumensoße sorgten beim gemeinsamen Abschlussessen für viele zufriedene Gesichter.

Auch Gastgeber Elmar Seck vom BÖLN zeigte sich mit dem insgesamt neunten Blogger-Workshop dieser Art sehr zufrieden: "Mit ihren Online-Auftritten sprechen die Food-Bloggerinnen und –blogger eine Zielgruppe an, die wir über Zeitungen oder Magazine gar nicht mehr erreichen." Darüber hinaus genießen die Bloggerinnen und Blogger bei ihren zahlreichen Followern im Netz laut Seck eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.

"Und nicht zuletzt erreichen wir eine Zielgruppe, die sich besonders für die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Zubereitung interessiert", ergänzt Seck. "Und genau diese Menschen wollen wir mit unseren Themen rund um den ökologischen Landbau ansprechen."

Schließen
Vorheriges Bild Nächstes Bild