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Was wir tun

Förderung von Messe- und Ausstellungsbeiträgen zum Thema nachhaltige Landwirtschaft

Um die nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen, braucht es mehr Akzeptanz. Genau dieses Ziel verfolgt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit der "Richtlinie zur Förderung von Messe- und Ausstellungsbeiträgen zur nachhaltigen Landwirtschaft und zu ihren Erzeugnissen vom 13. Januar 2020" (Bundesanzeiger AT 05.02.2020). Gefördert wird die Teilnahme von Unternehmen, Verbänden, Vereinen, Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Gebietskörperschaften an internationalen und überregionalen Messen und Ausstellungen in Deutschland. Der Förderschwerpunkt liegt auf Fachmessen der Ernährungs- und Landwirtschaft.

Ein vielversprechender Ansatz zur Akzeptanzerhöhung ist die gezielte Ansprache des Messepublikums, insbesondere durch Vermittlung fundierter Informationen über die nachhaltige Landwirtschaft sowie über die Verarbeitung und Vermarktung von Produkten aus diesem Bereich.

Darunter fallen Messe- und Ausstellungsbeiträge von Unternehmen, die nach einem der folgenden anerkannten Zertifizierungssysteme zertifiziert sind oder Erzeugnisse aus solchen Unternehmen verarbeiten oder vermarkten.

  1. DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft)–Zertifizierungssystem für
    nachhaltige Landwirtschaft
    ,
  2. Kriteriensystem nachhaltige Landwirtschaft (KSNL) der Thüringischen Landesanstalt für Landwirtschaft,
  3. Eco-Management und Audit Scheme (EMAS) der Europäischen Union
  4. FAIR'N GREEN – Standard für nachhaltigen Weinbau.

Gefördert werden zudem Messe- und Ausstellungsbeiträge von Betrieben mit vorbildlichen Lösungen in der Tierhaltung, ebenso wie Beiträge von Unternehmen, die Fleisch von artgerecht gehalten Tieren verarbeiten oder vermarkten. Entsprechende Kriterien für artgerechte Haltungsbedingungen sind in der Richtlinie festgelegt und es wird ein Zertifizierungssystem vorausgesetzt.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung in Form einer De-minimis-Beihilfe. Jeder Aussteller leistet einen Eigenanteil von mindestens 20 bis zu 40 Prozent, je nach Messeart. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die Anmietung der Standfläche und des Messestands sowie für den Druck von Informationsmaterial zum Messeauftritt bekommen die Austeller grundsätzlich erstattet. Die Gesamtausgaben müssen mindestens 2.000 Euro betragen. Die Zuwendung wird im Rahmen von Höchstgrenzen gewährt. Nicht zuwendungsfähig sind Personalausgaben, bargeldlose Eigenleistungen, Ausgaben für Ersatzbeschaffungen und Reparaturen und die Umsatzsteuer. Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel.

Geltungsdauer

Die Geltungsdauer der Richtlinie ist befristet bis zum 31. Dezember 2024.

Zuwendungsempfänger

Als Zuwendungsempfänger kommen insbesondere überregional tätige Verbände, Vereine sowie Stiftungen in Betracht, die ein fundiertes Fachwissen über die nachhaltige Landwirtschaft sowie über die Verarbeitung oder Vermarktung von Produkten aus diesem Bereich haben. Wichtig sind auch Erfahrungen mit der Durchführung ähnlicher Projekte. Der Zuwendungsempfänger muss über eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland verfügen.

Antragsverfahren

Anträge sind bis spätestens drei Monate vor Veranstaltungsbeginn einzureichen. Innerhalb von zwei Monaten nach dem letzten Messe- oder Ausstellungstag  ist der Verwendungsnachweis bei der Bewilligungsbehörde einzureichen.

Das Antragsformular ist zu richten an die Bewilligungsbehörde:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Referat 333
Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen
nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

Dokumente für die Antragsstellung:

Richtlinie

Richtlinie als PDF-Datei

PDF | 450 KB

Antragsformular

Antragsformular als Word-Datei

DOC | 276 KB

Erläuterungen

Erläuterungen zu De-minimis- Beihilfen

PDF | 569 KB

Förderhinweis

Förderhinweis für Messestände

PDF | 559 KB

Merkblatt zur Zuwendungsfähigkeit

Merkblatt zur Zuwendungsfähigkeit von Informationsmaterialien

PDF | 632 KB
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