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Forschung und Entwicklung

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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft

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Das Programm

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert und in der Geschäftsstelle BÖLN in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn koordiniert und umgesetzt. Zur fachlichen Unterstützung wurde ein Begleitausschuss installiert, der dem Bundesministerium und der Geschäftsstelle bei der kohärenten Umsetzung des Programms zur Seite steht. Das Bundesprogramm ist mit seinen Maßnahmen Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.

1992 haben sich die Vereinten Nationen zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt. In Rio de Janeiro verabschiedeten sie ein globales Aktionsprogramm. Mit der "Agenda 21" erklärte sich jeder der über 170 Unterzeichnerstaaten, einschließlich Deutschland, bereit, das Leitbild national in allen Politikbereichen unter Beteiligung von Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen.

Deutschland betrachtet Nachhaltigkeit als Leitprinzip der Politik und verfolgt seit zehn Jahren eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die durch drei umfassende Berichte dokumentiert und kontinuierlich fortentwickelt wurde, zuletzt mit dem vom Bundeskabinett im Februar 2012 beschlossenen Fortschrittsbericht. Hierzu gehört auch ein Bündel von Indikatoren, die Stand und Entwicklung der Nachhaltigkeit in transparenter Form repräsentieren.

Umsetzung der Nachhaltigkeit im Ressort des BMEL und Einordnung des Bundesprogramms in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

Die Entwicklung

Das Programm startete Ende 2001 als Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL). Es basierte auf einer Schwachstellenanalyse und daraus resultierenden Empfehlungen einer Gruppe externer Sachverständiger und Vertreter der deutschen Bio-Anbauverbände. Auch die Expertise von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung wurde in die Konzeption des Programms eingebunden. Im Fokus der Maßnahmen des Bundesprogramms standen anfangs insbesondere Information und Aufklärung, um Landwirte, Verarbeiter, Händler, Verbraucher und Wissenschaftler gleichermaßen für den ökologischen Landbau zu sensibilisieren. Denn nach Auffassung der Bundesregierung war die Entwicklung der Bio-Branche damals maßgeblich vom Engagement und den Entscheidungen der einzelnen Akteure am Markt abhängig. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt des Bundesprogramms auf die Förderung von Forschungsprojekten verlagert.

Aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 26. November 2010 erfolgte die Öffnung des Bundesprogramms für andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Entsprechend wurden der Bereich Informationsmanagement um Maßnahmen zur nachhaltigen Landbewirtschaftung ergänzt bzw. bestehende Maßnahmen erweitert. Zudem wurde eine Forschungsrichtlinie erarbeitet, nach der seit Juli 2011 auch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Maßnahmen zum Technologie- und Wissenstransfer für eine nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten gefördert werden können.

Laufzeit und Finanzielle Ausstattung

Das Bundesprogramm wurde mehrmals verlängert. Es soll laut Koalitionsvertrag der jetzigen Bunderegierung verstetigt werden und damit den ökologischen Landbau sowie andere Formen der nachhaltigen Landbewirtschaftung und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland auf längere Sicht unterstützen. Nachdem es in den ersten beiden Jahren seines Bestehens, 2002 und 2003, mit knapp 35 Millionen Euro ausgestattet war, standen dem Programm in den Folgejahren bis Ende 2006 jährlich 20 Millionen zur Verfügung, danach 16 Mio., die in 2013 insbesondere zur Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie des BMEL auf 17 Millionen Euro angehoben wurden.

Offizielle Maßnahme der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau wurde in 2008 in den fortgeschriebenen Nationalen Aktionsplan für Deutschland der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2005 bis 2014 aufgenommen. Dies hatte das von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) berufene National-Kommitee, dem Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien und Nichtregierungsorganisationen angehören, entschieden. Im Juni 2012 wurde bekannt gegeben, dass das inzwischen erweiterte Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) auch nach den neuen, strengeren Kriterien als offizielle Maßnahme der Weltdekade anerkannt ist. Hauptziel des Aktionsplans ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungs- und Politikbereichen in Deutschland zu verankern. Das BÖLN des BMEL ist damit ein anerkannt wichtiger Beitrag zur dauerhaften strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im deutschen Bildungswesen.

Beitrag des Bundesprogramms zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Auszeichnung durch die Deutsche UNESCO-Kommission

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