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BioFeinBack: Wertschöpfungskette für heimische ökologische Tee-, Fein-, Gewürz- und Backsaaten Geförderte Projekte: "Aufbau von Bio-Wertschöpfungsketten"

Aufbau und kontinnuierliche Ausweitung von Bio-Wertschöpfungsketten für verschiedene Fein- und Backsaaten, sowie Tee und Gewürze. Sicherstellung eines ausreichenden Angebots deutscher Bio-Ware für die Verarbeitung.

01.01.2026 bis 31.12.2028

Projektsteckbrief: Bio-Wertschöpfungsketten für Fein- und Backsaaten

Leinblüten auf einem Feld | Rechte: Bioland

Übergeordnetes Ziel des Projektes „Bio-FeinBack – Biowertschöpfungsketten für heimische Tee-, Fein-, Gewürz- und Backsaaten“ ist der Aufbau stabiler und tragfähiger Bio-Wertschöpfungsketten für heimische Sonderkulturen aus deutschem Anbau. Dabei werden alle Stufen der Wertschöpfungskette einbezogen – von der Saatgutverfügbarkeit über den Anbau und die Verarbeitung bis hin zu Vermarktung und Handel. Aufbauend auf den Erfahrungen des erfolgreichen Vorgängerprojektes zur Entwicklung einer Wertschöpfungskette für regional erzeugte ökologische Mohnprodukte wird der Fokus nun auf weitere Tee-, Fein-, Gewürz- und Backsaaten ausgeweitet.

Das Vorhaben wird vom Bioland Erzeugerring Bayern e. V. als Zuwendungsempfänger koordiniert und gemeinsam mit den Kooperationspartnern Öko-Korn-Nord w. V., Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH, HERBARIA Kräuterparadies GmbH, OBEG Hohenlohe-Franken eG, SAATBAU LINZ eGen sowie Bioland e. V. umgesetzt. Durch die enge Zusammenarbeit dieser Akteure entlang der Wertschöpfungskette werden die Voraussetzungen für den erfolgreichen Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten geschaffen.

Im Mittelpunkt stehen Kulturen wie Mohn, Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander, Lein und Schwarzkümmel. Ziel ist es, diese Kulturen stärker im deutschen Ökolandbau zu etablieren, ihre Sichtbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen und neue Marktchancen für Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter zu schaffen.

Die projektgebundene Koordinationsstelle vernetzt alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette und integriert kontinuierlich neue Anbaubetriebe, Verarbeiter und Vermarktungspartner. Sie ermittelt die Bedarfe der Beteiligten, bündelt Interessen, unterstützt den Aufbau verlässlicher Partnerschaften und begleitet die Entwicklung langfristiger Lieferbeziehungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühzeitigen Vertragsgestaltung zwischen Anbau und Verarbeitung, um Rohwarensicherheit für Verarbeiter sowie Abnahmegarantien für Erzeuger zu schaffen.

Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung rund um heimische Tee-, Fein-, Gewürz- und Backsaaten. Die Kulturen sollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Acker bis auf den Teller – sichtbar gemacht und ihr Potenzial für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt vermittelt werden.

Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung leisten viele der Kulturen einen wichtigen Beitrag zu einer vielfältigen und resilienten Landwirtschaft. Sie erweitern Fruchtfolgen, fördern die Biodiversität durch attraktive Blühangebote für Insekten und verfügen häufig über tiefreichende Wurzelsysteme, die eine bessere Anpassung an Trockenperioden ermöglichen. Dadurch bieten sie Perspektiven für den Anbau klimaangepasster Sonderkulturen in Deutschland.

Das Projekt richtet sich an ökologische Anbaubetriebe, Verarbeiter, Händler und Vermarkter, die Interesse am Aufbau neuer regionaler Bio-Wertschöpfungsketten haben. Ziel ist die Etablierung langfristiger Kooperationen und die Förderung regional erzeugter Biozutaten für Lebensmittel aus deutschem Anbau.